Thema: Körperformen und Mode

Im Mittelpunkt stehen immer das Sich-Wohlfühlen, der persönliche Ausdruck jeder einzelnen Frau

Wenn es um das Thema Körperformen und Mode geht, dann steht für uns immer das Sich-Wohlfühlen der Trägerin der Kleidung im Mittelpunkt. Es geht immer um die einzelne Frau, nicht um Normen und Kategorien. Und es geht um den persönlichen Ausdruck jeder einzelnen Frau, um ihre persönliche Ausstrahlung und um das Feiern ihres Körpers, so wie sie es für sich als stimmig empfindet. Jeder Körperform ist wertzuschätzen, jede Körperform ist kostbar.

Seinen Körper liebevoll betrachten, ihn ohne Bewertungen ansehen, ihn mit allen seinen Ecken und Kanten gelassen-ruhig wahrnehmen: Das fällt vielen Menschen enorm schwer.

Der unverstellte offene, der kindlich-neugierige Blick auf sich und andere ist im Laufe des Lebens durch unzählige Konzepte darüber, was einen Menschen liebenswert, anziehend, attraktiv macht, zugemauert worden. Der Blick nach innen und außen fällt oft nur noch durch das schmale Guckloch von gesellschaftlichen Normen. Ein nur winziges Guckloch auf sich selbst und andere vermittelt aber keine umfassenden Glücksgefühle.

Sich selbst – sein Selbst – wirklich ausdrücken zu können, ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Selbst-Ausdruck – Selbst-Entfaltung – Selbst-Verwirklichung: Dies geht Hand-in-Hand mit dem Gefühl von „ich komme in mir an, ich bin in mir zuhause“. In einem liegt ein schier unerschöpflicher Quell an Lebensenergie, an Kreativität, an Freude am eigenen Dasein wie auch am Dasein anderer.

Wenn man sich einmal durch die vielen gesellschaftliche Konzepte über „Schönheit“ hindurchgegraben hat und wenn die Konzepte anfangen, von einem abzufallen, dann komme „ich selbst“ zum Vorschein. Und ich fange an, frei von Konzepten und Normen, die einzigartige schöne Form und Silhouette des eigenen Körpers wahrzunehmen. Und den eigenen Körper wertzuschätzen. Es gibt auf der ganzen Welt fast 7,8 Milliarden Menschen – und darunter gibt es keinen zweiten Menschen, der genau die gleiche Körperform hat, wie ich selbst. Jeder Mensch ist besonders und ganz besonders schön!

Für uns ist jede Frau schön so, wie sie ist. Und wir wünschen allen unseren Kundinnen, dass sie über sich selbst sagen mögen: „Ich bin richtig genau so, wie ich bin!"

  • Wir bei JoJo gehen hier auf Körperformen ein, um Frauen die große Vielfalt und die Möglichkeiten von Mode zu zeigen und ihnen diese Vielfalt zugänglich zu machen.
  • Wir gehen nicht auf Körperformen ein, weil wir der Meinung sind, dass nur diese Schnitte zu jener Körperform passen oder jene Schnitte zu einer anderen Körperform. Es gibt keine Vorschriften. Viele Körperformen sind auch gar nicht eindeutig einer „Körperform-Kategorie“ zuzuordnen.
  • Wir möchten die Freude am Spielen mit Mode eröffnen und zum kreativen Umgang mit Mode inspirieren.
  • Und wir möchten auch eine allgemeine Handreichung durch die Vielfalt der Modeformen geben, wenn sich eine Frau das für ihre Körperform wünscht. Wir können eine Handreichung anbieten, sich bei dieser oder jener Körperform einmal mit diesen oder jenen Schnitten auszuprobieren.

Vielleicht greift man einmal zu einem Kleidungsmodell, das ursprünglich für eine ganz andere Körperform als die eigene entworfen wurde. Und man wundert sich, dass es bei einem selbst nicht so richtig sitzt. Das ist dann ein guter Zeitpunkt für ein herzliches Lächeln – das ist das Abenteuer „Mode“! Kleidung, die zum Beispiel für Frauen mit eher breiten Schultern und schmalen Hüften designt wurde, passt nicht unbedingt Frauen mit schmalen Schultern und breiten Hüften. Deshalb ist eine Frau nicht „falsch gebaut“, wenn ein solches Modell nicht bequem für sie ist. Ein anderes Modell hingegen kann wundervolles Wohlbefinden und Freude hervorrufen!

Und manchmal ist es in Lebensphasen auch so, dass man sich zum Beispiel mit der eigenen eher runden Körperform in Mode wohl fühlt, die ursprünglich für eckige Körperformen entworfen wurde. Oder umgekehrt. All das ist richtig und stimmig genau so.

 

 

Es gibt viele Bezeichnungen für Körperform-Gruppen.

Einige Bezeichnungen greifen auf die Form von Obst zurück (Apfel, Birne, Karotte…), andere auf das Alphabet (O-Form, A-Form, X-Form…), andere auf geometrische Formen (Dreieck, Rechteck…). 

Eigentlich müsste man für jede Körperform eine eigene, eine einzigartige Bezeichnung finden. Denn jeder Körper ist tatsächlich einzigartig, kein Körper ist genau so gebaut wie ein anderer. Jede Art, Körper nach Normen einzuordnen, zieht schnell…

  • ein Vergleichen nach sich,
  • ein Sich-Beurteilen und auch ein Sich-Verurteilen,
  • ein Sich-Vermessen und oft auch ein Sich-Messen
  • und schlussendlich häufig auch Unzufriedenheit mit sich selbst.

Was wir hier über Körperformen sagen, sind Handreichungen, mit denen eine Orientierung in der Welt der Mode leichter fallen kann. Es sind keine Vorgaben. Und es ist niemals ein So-muss-das-sein! Viele Körperformen sind auch gar nicht eindeutig einer Körperform-Kategorie zuzuordnen. Wir finden das gut so. So wird einem immer wieder die Einzigartigkeit der Menschen bewusst!

   

a > Dreiecks-Körperform

Die Hüften sind der breiteste Punkt des Körpers. Weitere Merkmale:

  • schlanker Oberkörper mit kleiner bis mittlerer Oberweite
  • schmale Taille
  • weibliche Kurven unterhalb der Hüften (starke Oberschenkel, volleres Gesäß)

Mode > gern einmal ausprobieren bei einer Dreiecks-Körperform:

  • den schlanken Oberkörper hervorheben (aber nicht einengen)
  • die Taille betonen

Kleider:

  • tailliert
  • A-Linie
  • Wickeloptik

Röcke:

  • A-Linie/leicht ausgestellt
  • die Hüften umspielend
  • knieumspielend

Hosen:

  • höherer Bund
  • leichte Karottenform
  • Bootcut
  • gerader Schnitt
  • dunklere zurückhaltendere Farben probieren

Pullover/Shirts/Blusen:

  • nicht zu enge taillierte Oberteile
  • Länge bis ca. Beckenknochen
  • gern Mut zu Farbe und/oder Mustern
  • Details: Schluppen, Carmen-Ausschnitt

Jacken/Blazer:

  • tailliert
  • Länge bis Hüftknochen
  • Länge bis Oberschenkelmitte

Mäntel:

  • für Hosen: bis Oberschenkelmitte
  • für Röcke/Kleider: knieumspielend

Accessoires:

  • Schals
  • Tücher
  • Halsketten

   

b > umgekehrte Dreiecks-Körperform

Die Schultern sind breiter als die Hüften. Weitere Merkmale:

  • breite Schultern, kräftiger oder athletischer Oberkörper
  • mittlere bis große Oberweite
  • wenig ausgeprägte Taille
  • schmale Hüften
  • kleiner bis flacher Po
  • schlanke (lange) Beine

Mode > gern einmal ausprobieren bei einer umgekehrten Dreiecks-Körperform:

  • oben: neutrale oder dunkle Farben, einfarbige Oberteile
  • unten: kräftige Farben und/oder Muster (Beine betonen)

Kleider:

  • Volumen an den Hüften
  • tailliert

Röcke:

  • etwas tieferer Sitz
  • leicht ausgestellt
  • gerade Bleistiftröcke

Hosen:

  • gerade Schnitte
  • Marlene-Hosen
  • Chinos
  • Bootcut
  • Culottes
  • Schlaghosen
  • Overalls/Jumpsuits

Pullover/Shirts/Blusen:

  • körpernah
  • antailliert
  • längere Schnitte
  • enden an der breitesten Stelle der Hüften

Jacken/Blazer:

  • enden an der Hüfte oder am Oberschenkel
  • leicht taillierte Jackenschnitte

Mäntel:

  • Taille betonen

Accessoires:

  • lange Ketten
  • Bauchtaschen/Gürteltaschen

   

c > Rechteck-Körperform

Die Schultern, die Taille und die Hüften sind nahezu gleich breit. Weitere Merkmale:

  • schlanke/gerade/androgyne Statur
  • kaum Kurven
  • kleine Oberweite
  • kaum bis nicht ausgeprägte Taille
  • kleiner/kaum gerundeter Po
  • gerader Hüft- und Oberschenkelbereich

Mode > gern einmal ausprobieren bei einer Rechteck-Körperform:

  • feminine Formen und Silhouetten (für mehr Rundungen)
  • Schnitte: gern leicht tailliert
  • Beine betonen
  • unten etwas heller, oben dunkler

Kleider:

  • knieumspielende Länge
  • Empire-Stil (bei nicht zu großer Oberweite)
  • Wickelkleider mit V-Ausschnitt

Röcke:

  • gerade (nicht zu schmal)
  • ab Hüfte leicht ausgestellt
  • Miniröcke
  • Faltenröcke
  • Tulpenröcke

Hosen:

  • weitere Formen
  • nicht zu körpernahe Schnitte (gerade, nicht zu eng)
  • schmaler geschnittene High-Waist-Hosen
  • Hüfthosen
  • Shorts

Pullover/Shirts/Blusen:

  • Wickeloptik
  • hüftlange oder lange Schnitte
  • Schnitte, die Volumen erzeugen, ohne aufzutragen
  • Details (Volants, Schößchen, Schleifen, Rüschen, Falten, Spitzen)

Jacken/Blazer:

  • körpernah (nicht eng)
  • klassisch
  • leicht tailliert
  • bis Hüftknochen-Höhe

Mäntel:

  • leicht taillierte Schnitte
  • Taillen- oder Rückenriegel
  • bis Mitte Oberschenkel
  • 3/4-Länge

Accessoires:

  • lange Ketten
  • dünnere Schals
  • Taillengürtel

   

d > Sanduhr-Körperform

Die Schultern und die Hüften sind nahezu gleich breit – die Taille ist schmaler als die Hüften. Weitere Merkmale:

  • große Oberweite
  • schmale Taille
  • ausgeprägte Hüften
  • runder Po

Mode > gern einmal ausprobieren bei einer Sanduhr-Körperform:

  • Taille betonen
  • körperbetonte Mode, figurnahe Schnitte
  • klassische Schnitte

Kleider:

  • Wickelkleider
  • Euikleider mit leichter Taillenbetonung

Röcke:

  • hoch geschnitten
  • schmal und gerade
  • V-Form (Bleistiftröcke)

Hosen:

  • schmaler Schnitt
  • V-Form
  • leichter Bootcut-Schnitt
  • hoch sitzende taillierte Marlenehosen
  • High-Waist-Hosen
  • mittelhohe Hosen
  • Culottes (je weiter, desto schmaler das Oberteil)
  • Jumpsuits

Pullover/Shirts/Blusen:

  • V-Ausschnitt vorteilhaft
  • taillierte Schnitte
  • körpernahe Schnitte
  • Oberteile in Hose/Rock stecken (wenigstens teilweise)
  • Wickeltops

Jacken/Blazer:

  • körpernah
  • tailliert
  • mit oder ohne Gürtel
  • Long-Cardigans
  • Strickmäntel

Mäntel:

  • körpernah
  • tailliert
  • Trenchcoats

Accessoires:

  • schlicht
  • filigran

   

e > Diamant-Körperform

Die Schultern und die Hüften sind nahezu gleich breit – die Taille ist breiter als die Hüften. Weitere Merkmale:

  • rundliche Figur
  • große volle Oberweite, volles Dekolleté
  • die schmalste Stelle am Oberkörper ist direkt unter der Brust
  • fülligere Körpermitte
  • breite Hüften
  • eher flacher Po
  • schlanke Beine
  • schlanke Handgelenke

Mode > gern einmal ausprobieren bei einer Diamant-Körperform:

  • Oberkörper strecken
  • schöne Beine zeigen
  • locker sitzende und schmaler geschnittene Kleidung
  • oben herum figurumspielend
  • unten herum enger und/oder kurz
  • oben dunkler – unten heller

Kleider:

  • Empirekleider
  • Wickelkleider
  • leicht ausgestellte Kleider

Röcke:

  • A-Linie
  • Bleistiftröcke (enden direkt über dem Knie)
  • Tulpenschnitt
  • gerade Maxiröcke

Hosen:

  • 7/8-Schnitt
  • schmal geschnitten
  • gerade
  • Bootcut
  • Shorts

Pullover/Shirts/Blusen:

  • Dekolleté betonen
  • lang und leicht figurumspielend
  • lässig fallende Strickpullover
  • Tuniken (weiter fallend)
  • Hemdblusen

Jacken/Blazer:

  • hüftlang
  • Longblazer
  • Kimonos
  • offene A-Linien-Cardigans
  • asymmetrische Schnitte
  • Blazer mit langem Revers

Mäntel:

  • Parkas (nicht zu kurz und nicht zu lang)
  • Egg-Shape
  • Capes
  • A-Linie

Accessoires:

  • große lange (Statement-)Ketten

 

 

 

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